Ganz am Anfang der Behandlung stehen allerdings die körperlichen Aspekte im Vordergrund: Der Tumor wird je nachdem mit Operation, Chemotherapie oder Bestrahlung bekämpft. Die meisten Therapien sind heutzutage recht gut verträglich. Trotzdem ist diese erste Zeit der Behandlung für den Körper eine grosse Belastung – genauso wie für die Psyche.

Das wird den Betroffenen häufig erst gegen Abschluss der Therapie deutlich: Erschöpfung, Traurigkeit und das Gefühl der Hilflosigkeit machen sich breit. Viele entwickeln Zukunftsängste, sie fürchten sich vor der Rückkehr in den Berufsalltag oder fühlen sich von familiären Aufgaben überfordert. Es ist deshalb wichtig, nebst der körperlichen Behandlung auch frühzeitig für eine psychotherapeutische Unterstützung zu sorgen. Spezialisierte psychoonkologische Beratung und Therapie helfen den Betroffenen sowie ihren Angehörigen bei der Verarbeitung der Krankheit. Auch lernen sie, Ängste und Belastungen auszuhalten und zu überwinden.

Misteltherapie

Als Ergänzung zu den Therapien der Schulmedizin wählen viele Patienten komplementärmedizinische Behandlungen wie etwa die Misteltherapie. Diese kann nicht nur das Tumorwachstum hemmen, sondern auch das Immunsystem aktivieren und Tumorschmerzen sowie Nebenwirkungen einer Chemotherapie lindern.

Auch hilft die Mistel, durch eine allgemeine Kräftigung eine Fatigue-Symptomatik (Tumorschwäche) zu verbessern. Und nicht zuletzt kann sie psychisch stärken, sodass Ängste und depressive Symptome reduziert werden können.

Spezialkliniken

Manchmal reichen ambulante Therapien aber nicht aus. In diesen Fällen kann eine stationäre psychoonkologische Behandlung in einer darauf spezialisierten Klinik helfen. In der Klinik Schützen Rheinfelden beispielsweise werden ärztlich-somatische Therapien kombiniert mit psychotherapeutischen Einzel- und Gruppenpsychotherapien.

Der Patient erhält je nach Bedarf Physio- und Körpertherapien, Ergo-, Mal-, oder Musiktherapie. Angehörige werden mit einbezogen und die Rückkehr in den Alltag wird sorgfältig vorbereitet. Ziel ist es, in jeder Krankheitsphase psychische und körperliche Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern.