Vor drei Monaten ist die Pflegefachfrau Eveline Häberli zum Team von Onko Plus gestossen. «Schon länger war ich auf der Suche nach einer Arbeitsstelle, die wieder mehr Zufriedenheit in meinen Arbeitsalltag bringt. Dies habe ich hier gefunden», sagt sie. Ihr Tätigkeitsfeld besteht aus der Pflege krebskranker Menschen zu Hause.

«Unser Ziel ist es, dass die schwer Kranken und zumeist austherapierten Menschen möglichst lange zu Hause bleiben und am Ende auch zu Hause sterben können – sofern dies Patienten und Angehörige wollen», sagt Häberli. Zum ihrem Aufgabenbereich gehört einerseits die medikamentöse Therapie. «Wir behandeln und lindern Symptome. Zudem führen wir Therapien durch wie etwa eine Chemotherapie.» Andererseits spielt die psychische Betreuung eine grosse Rolle.

«Wir helfen bei der Bewältigung des Krankheits- und Sterbeprozesses und sind da, wenn Patienten psychische Hilfe benötigen. Auch das Begleiten und Unterstützen der Angehörigen ist ein zentraler Aspekt meiner Arbeit.» In jedem Fall arbeiten die Pflegefachkräfte eng mit Psychologen und Ärzten zusammen, welche im Bedarfsfall gerufen werden können.

Zur Arbeit mit Krebskranken gehört auch die tägliche Konfrontation mit dem Tod. «Natürlich gehen Todesfälle nicht spurlos an einem vorbei. Hier hilft es, mit dem Team darüber zu sprechen sowie auch privat einen guten Ausgleich zu haben. Zudem arbeitet die Mehrzahl von uns in einem reduzierten Arbeits­pensum.»

Trotz der grossen Belastung, die ein Beruf in der Onkologie mit sich bringt, überwiegen für Häberli die positiven Aspekte. «Es sind nicht bloss Patienten, sondern ganz verschiedene persönliche Lebensgeschichten zu denen wir Zugang erhalten. Die Wertschätzung und Dankbarkeit, die ich bekomme, ist gross.»