Im Jahr 2012 hat der «Hilfsfonds für Härtefälle» in 21 Fällen Unterstützungsleistungen im Gesamtbetrag von über 117 967 Franken ausbezahlt. Wer Krebs hat, ist nicht nur gesundheitlich angeschlagen. Oftmals hat die Krankheit auch schwer  wiegende Auswirkungen auf die Familie, den Beruf und auf die finanzielle Situation.

Glücklicherweise verfügt die Schweiz über ein gutes Sozialsystem und wer an Krebs erkrankt, kann normalerweise damit rechnen, dass die meisten Kosten durch die Kranken- oder eine andere Sozialversicherung abgeglichen werden. Trotzdem kommt es vor, dass Krebspatienten und ihre Angehörigen wegen der Krankheit unverschuldet in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. In finanziellen Notsituationen kann die kantonale Krebsliga oft weiterhelfen.

Wenn die Möglichkeiten der Ligen der Region jedoch ausgeschöpft sind, kommt der «Hilfsfonds für Härtefälle» der Krebsliga Schweiz zum Zug. Er finanziert Sozialhilfe oder medizinische Massnahmen ab einem Betrag von 5000 Franken. Hohe Kosten können etwa durch Transporte entstehen.

Denn bei einer Krebstherapie fallen oft hohe Reisekosten zum Behandlungsort an - viele Krebsbetroffene können den öffentlichen Verkehr nicht benutzen oder sind auf eine Begleitperson angewiesen. Diese Kosten werden nur teilweise und nur bis zu einem maximalen Betrag von 500 Franken von der obligatorischen Krankenversicherung übernommen.

Auch bei einer hohen Franchise können bei einer Erkrankung jährliche Kosten von mehreren Tausend Franken anfallen und zur finanziellen Notsituation führen. Ebenso müssen sich die meisten Patienten seit Einführung der neuen Pflegefinanzierung an den Pflegekosten zu Hause beteiligen.

Unterstützungsleistungen aus dem Hilfsfonds für Härtefälle erfolgen subsidiär zu den öffentlich-rechtlichen Sozialversicherungsleistungen und zur finanziellen Unterstützung der kantonalen Krebsligen. Die Gesuche werden von den Sozialarbeitenden der kantonalen Krebsligen beim Hilfsfonds für Härtefälle eingereicht und von einem gewählten Beirat beurteilt.