«Ich sehe pink!», ruft Linda Fäh in ihr Mikrofon anlässlich des achten Pink Ribbon Charity Walks im Letzigrunds»tadion in Zürich. Die Läufer haben sich zu einer menschlichen Schleife aufgestellt, sodass der Fotograf vom Dach des Stadions ein Foto machen kann. Die Stimmung ist einmalig: Wir machen Wellen, werfen unsere rosa Käppis hoch in die Luft und rufen laut «Jaaa!», als die Ex-Miss-Schweiz und Moderatorin des Pink Ribbon Charity Walks uns fragt, ob wir bereit seien.

400 Tauben, als Symbol der Freiheit, des Lebens und des Friedens, flattern Richtung Himmel. Und dann geht es auch schon los. Das Tempo wird nicht gemessen. Es geht nicht darum, Rekorde zu brechen; wir wollen alle zusammen ein Zeichen setzen. Ein Zeichen gegen den Brustkrebs.

Seite an Seite mit den Schweizer VIPs

Der Event ist ein Erfolg: Insgesamt sind 83000 Schweizer Franken gespendet worden, dieses Jahr für die Krebsliga Zürich. Auch bei der achten Ausgabe des Charity Walks sind Promis aus der Schweiz anwesend. «Die letzten Jahre war ich beim Zeitpunkt des Walks leider nie im Land. Dieses Jahr habe ich es geschafft!», sagt Sven Epiney. Er moderiere seit etwa sechs Jahren die Pink Ribbon Night, so der Showmaster des SRF. Ein Charity-Anlass für den gleichen Zweck.

«Es kann jeden treffen»

«Ich habe einen Bezug zum Thema, da jemand aus meinem näheren Umfeld schon mehrmals betroffen war», sagt Linda Fäh, die sich in einer Moderationspause Zeit für ein kurzes Interview mit uns genommen hat. Die Ex-Miss-Schweiz unterstützt den Pink Ribbon Charity Walk schon seit fünf Jahren, im ersten Jahr noch als Läuferin. «Man weiss nie, es kann jeden treffen», sagt sie. Recht hat sie. Jedes Jahr erkranken in der Schweiz mehr als 5500 Frauen und etwa 40 Männer.

Um die ganze Welt!

Mediaplanet ist von dem Erfolg des Anlasses überzeugt. „Wenn es helfen würde, würden wir um die ganze Welt rennen», sagt Karim Kehmili, der als Project Manager bei Mediaplanet arbeitet. «Es ist ein super Anlass, um sich als Team solidarisch zu zeigen», findet auch Madeleine Hager, die Executive Project Managerin von Mediaplanet. «Es ist unbeschreiblich, wie viel Leute heute hier sind und sich gegen den Brustkrebs engagieren», fügt Jenny Kana an. Sie ist Projektleiterin der Kampagne «Diagnose Krebs» und hat sich intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt.

Wie im Fluge...

«Was? Schon da?», haben wir uns gewundert, als wir nach dem Durchqueren der Quartiere das Stadion sehen. Da wir in Zweier- und Dreiergrüppchen gerannt sind, haben wir gar nicht gemerkt, wie die Zeit verging. Mit guter Unterhaltung, Musik am Strassenrand, Kindern, die ihre Hände zum Abklatschen hinhalten, inmitten 4700 fröhlicher Läuferinnen und Läufer sind vier Kilometer sehr schnell gerannt, viel schneller als auf einem öden Laufband oder der Tartanbahn.