Ronan Keating, Sie haben vor über einem Jahr für die Pink Ribbon Night 2017 zugesagt. Planen Sie immer so langfristig?

Oh nein; im Gegenteil. Ich habe noch nie so früh für etwas zugesagt. Lacht. Normalerweise plane ich sehr kurzfristig. Als ich jedoch vor einem Jahr angefragt wurde, war für mich sofort klar, dass ich bei der Pink Ribbon Night dabei sein möchte.

Es ist für mich eine Herzensangelegenheit und es bedeutet mir sehr viel, heute hier zu sein.

Sie haben Ihre Mutter vor 19 Jahren an Brustkrebs verloren. Wie haben Sie die Zeit damals erlebt?

Es war eine sehr dunkle und traurige Zeit. Ich fiel nach dem Tod meiner Mutter in ein Loch und war sehr verzweifelt.

Meine Geschwister und ich haben uns nach ihrem Tod entschlossen, die Marie Keating Foundation (MKF) zu gründen, um ein stärkeres Bewusstsein für das Thema Brustkrebs zu schaffen.

Das hat mir ein Stück weit geholfen, ihren Tod zu verarbeiten. Ich fühle mich auch heute noch sehr eng mit ihr verbunden und frage sie oft um Rat. Ihr Tod schmerzt mich noch wie am ersten Tag und ich vermisse sie sehr.

Hätte Ihre Mutter geheilt werden können, wenn der Brustkrebs frühzeitig entdeckt worden wäre?

Die Chancen wären jedenfalls sehr gut gewesen. Meine Mutter ging mit Schmerzen in der Brust zum Arzt und dieser diagnostizierte eine Brustentzündung.

Sie sollte Antibiotika nehmen und wiederkommen, wenn es nicht besser wird. Obschon sie weiterhin starke Schmerzen hatte, hatte sie Angst, erneut zum Arzt zu gehen, und wartete zu lange. Heute wäre ihre Form heilbar.

Die Vorstellung, dass sie noch hier sein könnte, schmerzt mich sehr. Wir sind im Kampf gegen Brustkrebs sehr viel weiter gekommen in den letzten Jahren. Dafür bin ich dankbar.

Auch Sie leisten mit der Marie Keating Foundation einen grossen Beitrag dazu. Worauf liegt der Fokus Ihrer Stiftung?

Unsere Stiftung konzentriert sich auf die Sensibilisierung und Früherkennung von Brustkrebs. Meine Mutter starb, weil sie nicht genug über Krebs und die Bedeutung der Früherkennung wusste.

Wenn sie ihre Symptome verstanden hätte und wenn sie früher behandelt worden wäre, würde sie heute noch leben. Mein Wunsch ist es, dass keine weitere Familie diesen schrecklichen Leidensweg durchlaufen muss.

Welche Wünsche haben Sie für die Zukunft?

Gesundheit, für mich und meine Familie. Es gibt nichts, das so kostbar ist wie Gesundheit.

Es ist wundervoll, meinen vier Kindern beim Aufwachsen zuzusehen. Mein jüngster Sohn ist vier Monate alt und ich geniesse jeden Moment mit ihm.

Die Babyzeit geht so schnell vorbei und ich würde am liebsten rund um die Uhr beim ihm und meiner Frau sein.

Zwischendurch muss ich jedoch arbeiten … Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben einen Nine-to-five-Job und moderiere von Montag bis Freitag eine Breakfast-Radio-Show in London.

Zudem arbeiten wir an einem neuen Boyzone-Album und werden nächstes Jahr auf Tour gehen.