Promis...

...als solidarische Persönlichkeiten im Kampf gegen den Krebs

Adolf Ogi

Der Tod unseres Sohnes hat uns sehr geprägt. Deshalb wünschte ich, dass endlich Mittel gefunden werden, um diese Krankheit zu besiegen. Es ist wichtig, dass wir uns engagieren.

Darum begrüsse ich Anlässe, wie das Race for Life. Ein fantastisches Rennen für das Leben. Grossartig, dass ihr euch auf den Weg macht !

Michael von der Heide, Sänger

Weshalb engagierst du dich für Race for Life?

Der gute Zweck steht natürlich im Vordergrund. Eine gemeinsame Solidarität ist stärkend für die Betroffenen und ihre Angehörigen. Zudem war ich früher medizinischer Pflegefachmann und habe selbst Erfahrungen mit Krebskranken in meinem persönlichen Umfeld.
Welches ist dein Beitrag?
Ich möchte dem Anlass mit meiner Musik Heiterkeit vermitteln. Mein künstlerischer Beitrag rundet den vielfältigen Anlass ab.

Lilly Martin, Sängerin

Was ist deine Motivation, bei Race for Life aufzutreten?

Es ist wichtig, Aufmerksamkeit für das Thema zu gewinnen. Als Musikerin kann ich Leute dazu motivieren, sich mit einem ernsten Thema auseinanderzusetzen und sich über das Thema rechtzeitig zu informieren. Beispielsweise ist es wichtig, dass bereits junge Leute Vorsorgeuntersuchungen machen.

Was denkst du, kannst du mit deinem musikalischen Beitrag erreichen?
Musik ist Unterhaltung und bringt Aufmerksamkeit. Ich gebe Musik und nicht Geld. Es geht nicht immer um Geld, sondern auch darum, dass ich mit meiner Musik einen sozialen Beitrag an die Gesellschaft leisten kann.

 

Ansteckend und elektrisierend war die Stimmung am Sonntagmorgen: Bei eitlem Sonnenschein und angenehm warmen Temperaturen bereiteten sich über 450 Biker und Bikerinnen auf dem symbolträchtigen Bundesplatz auf das Rennen von Bern über den Gurten vor. Diese Berg- und Talfahrt steht denn auch symbolisch für die Hochs und Tiefs, die Betroffene während einer Krebstherapie durchleben.

Der Organisator, Markus Aerni, über den grossen Velomarathon und das Solidaritätsfest: «Wenige Stunden vor dem Start meldeten sich noch immer neue Gruppen und Einzelfahrer an, um auf diese Weise die Unterstützung mit Krebsbetroffenen zu bekunden und um Spenden zu sammeln. Mit über 450 Anmeldungen wurden unsere Erwartungen bei Weitem übertroffen.»

Um Punkt 10.00 Uhr fiel der Startschuss für das Rennen. Markus Aerni erinnerte an das Motto des Tages: «Hey Krebs, dieses Rennen verlierst Du!»

Teilnehmer Benjamin Lyttwin

«Wir nehmen mit der Gruppe des Inselspitals Bern teil und engagieren uns damit für eine gute Sache. Es ist wichtig, dass die breite Bevölkerung sensibilisiert und informiert wird.

Wichtig ist auch die Solidarität mit den Betroffenen, welche mit einem solchen Anlass wie 'Race for Life' erreicht werden kann. Die Stimmung ist sehr gut und wir haben in der Gruppe grossen Spass.»

Lebensfreude schliesst Besinnung nicht aus

Besinnlichkeit in Kombination mit Lebensfreude – das ist der Spirit des Race for Life. Der Benefiz-Velomarathon fand bereits zum sechsten Mal statt, das Solidaritätsfest hingegen ist ein Novum am «Race for Life 2016» und hat zum Ziel, mehr Personen für den Anlass zu gewinnen, wie Aerni erklärt.

Die Besucher und Besucherinnen erlebten ein rauschendes Fest der Solidarität mit vielen prominenten Künstlern auf der Bühne. Ab 20.00 Uhr fand ein Charity-Konzert mit Musikern wie Lina Button, Michael von der Heide, Endo Anaconda und weiteren Künstlern statt. Lina Button über ihr Engagement am «Race for Life» : «Krebs ist ein unberechenbarer Gast und kam in meiner Familie mehrmals zu Besuch: Mit viel Kraft haben wir es geschafft, ihn wieder vor die Türe zu setzen.»

Fest-Aktivitäten und Informationsstände luden zum Verweilen und Geniessen ein. Wer sich über Krebs informieren wollte, war am richtigen Ort, denn die wichtigsten Organisationen, die sich in der Krebsbekämpfung und -forschung engagieren, waren vertreten.

Am Stand des Tumorzentrums Bern erhielten die Besucherinnen zum Beispiel Informationen über neue und innovative Verfahren zur Behandlung von Tumorerkrankungen. Und wer sich eine Innenansicht einer Lunge oder eines Darms vergegenwärtigen wollte, der fand an diesem Anlass die Gelegenheit dazu. Überdimensionale Plastiken sowie zahlreiche Informationstafeln, Grafiken und Broschüren sollten das Publikum für seine Gesundheit und die Entstehung des Krebses sensibilisieren und auf die Vorsorgemöglichkeiten hinweisen.

Auch für die Kleinen war vor Ort gesorgt. Das Solidaritätsfest galt nämlich auch den Kindern. Vieles gab es zu erleben und zu geniessen: Zeichnen mit dem legendären Ted Scapa, Street Racket für sportlichen Spass oder etwa das Velorennen im Mini Drome sorgten für glänzende Kinderaugen.

Am Ende der Veranstaltung meldeten die Organisatoren einen Spendeneingang von über 250'000 Schweizer Franken. Die nächste Ausgabe des «Race for Life» findet am 3. September 2017 erneut in Bern statt