Fast jeder von uns ist in irgendeiner Form schon mit Krebs konfrontiert worden – sei dies, weil man selbst betroffen ist oder weil man jemanden mit einer Krebserkrankung kennt. «Unter dem Namen ‹race against cancer› wurde der Benefiz-Velomarathon 2010 als Event anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums der Krebsliga Schweiz lanciert. Dies aus der Idee heraus, dass man einerseits Solidarität mit Krebskranken zeigen möchte und andererseits dringend benötigtes Geld sammeln will», erklärt Markus Aerni, Geschäftsführer des Veranstalters viceversa GmbH.

Tatsächlich wurde bisher weit über eine Million Franken für den Hilfsfonds für Menschen mit Krebs in einer Notlage gesammelt. Dabei steht einzig der Wille und Einsatz jedes einzelnen Velofahrers im Vordergrund. «Jeder bringt hier seine eigene Geschichte und Motivation mit – sei es eine eigene Krebserkrankung, eine Erkrankung von Angehörigen oder Freunden oder einfach die Motivation, sich für eine gute Sache einzusetzen», so Aerni. Und man muss nicht unbedingt eine Sportskanone sein, um am Rennen teilzunehmen.

«Jeder kann sein eigenes Ziel setzen und so schnell, so lange und mit so vielen Pausen fahren, wie er möchte. Natürlich darf man auch mit einem E-Bike an den Start gehen», betont Aerni. Denn am Ende zählt allein der Wille, das Spendenziel zu erreichen und den eigenen Möglichkeiten entsprechend möglichst viele Runden zu fahren. Und natürlich niemals aufzugeben – aus Solidarität mit den Menschen, die täglich gegen Krebs und für das Leben kämpfen.

Spendengelder sammeln

Als Erstes gilt es, sich zu entscheiden, ob man als Einzelperson, zu zweit oder im Team mitmachen möchte. Für jede Teilnahme-Kategorie (Privatperson, Firma, Einzelfahrer, Zweierteam, Team) wurde von «Race for Life» ein Spendenziel definiert, in dem gleichzeitig auch das Startgeld inbegriffen ist.

Dieses Spendenziel liegt für Einzelfahrer bei 2000 Franken, für ein Zweierteam bei 3000 Franken und für ein Team von 3–6 Fahrern bei 5000 Franken. Falls dieses Spendenziel nicht erreicht werden kann, ist eine Teilnahme am «Race for Life» aber dennoch gesichert. Für Firmen gelten die doppelten Einsätze: Einzelfahrer sollen einen Spendenertrag von 5000 Franken und Teams (3–6 Fahrer) von 10 000 Franken leisten.

«Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sammeln im privaten oder geschäftlichen Umfeld, um die Spendenbeiträge erfolgreich zu generieren. Unternehmen hingegen kaufen oftmals Startplätze und besetzen diese mit eigenen Mitarbeitenden oder verlosen sie an Kunden», weiss Aerni.

Sinnbildlich den Berg hinauf

Das Rennen findet dieses Jahr wieder auf einer besonderen Strecke statt – auf der alten Passstrasse «Tremola» zwischen Airolo und dem Gotthardpass. «Die Berg- und Talfahrten auf der Tremola stehen symbolisch für die Hochs und Tiefs von Krebsbetroffenen, deren enorme Belastung durch Diagnose, Behandlung, Therapie und mögliche Rückfälle, aber auch durch die grosse Hoffnung zur Verbesserung der Lebensqualität und Wiedererlangung der Gesundheit gekennzeichnet ist», sagt Aerni. Und nicht umsonst heisst das Motto dieses Benefiz-Velomarathons «never give up».

Wandern gegen Krebs

Wer lieber zu Fuss als auf dem Velo unterwegs ist, hat die Möglichkeit, an einer Wanderung teilzunehmen. «Auf der Wanderroute von Airolo bis zum Gotthardpass kann der Spirit des Rennens hautnah miterlebt werden. Wer es etwas gemütlicher mag, der geniesst eine wunderschöne Seen-Wanderung auf dem Gotthard», so Markus Aerni abschliessend.