Sie haben sich kürzlich für die Brustkrebskampagne der Non-Profit-Organisation Pink Ribbon engagiert, die im Auftrag der Krebsliga Schweiz durchgeführt wurde. Dabei haben Sie sich als Moderatorin zur Verfügung gestellt. Weshalb?

Bei Pink Ribbon bin ich unterdessen bereits im dritten Jahr dabei. 2010 wurde ich wie viele andere Prominente zum Mitlaufen beim Charity Walk eingeladen. Weil die vorgesehene Moderatorin kurzfristig absagen musste, habe ich mich, nachdem man mich angefragt hatte, spontan entschlossen, die Veranstaltung zu moderieren. Seither moderiere ich den Event jährlich. Ich finde das Ganze eine tolle Sache, vor allem auch, weil ein Teil der Einnahmen der Krebsliga Schweiz zugute kommt.

Mit der Brustkrebskampagne von Pink Ribbon möchte ich wie viele andere auch die Bevölkerung in unserem Land auf das Thema Brustkrebs aufmerksam machen. Die Kampagne setzt ja gezielt auf die Früherkennung. Das ist sehr wichtig, denn die Diagnose Brustkrebs muss kein Todesurteil sein, wenn der Tumor früh genug entdeckt wird. Brustkrebs ist bekanntlich nach wie vor die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Deshalb lohnt es sich, vor allem die Frauen darauf zu sensibilisieren.

Sie sagen es. Die Kampagne fokussiert auf die Früherkennung. Gehen Sie selber auch regelmässig zur Brustkrebsvorsorge?
Auf jeden Fall. Einmal im Jahr lasse ich mich untersuchen. Selbstverständlich taste ich mich selber auch regelmässig ab. Das geschieht ganz automatisch beim Waschen oder Duschen. Gleichzeitig habe ich aber nicht ständig den Hintergedanken, dass mit meiner Brust etwas nicht in Ordnung sein könnte. Für Frauen, die bereits einmal an Brustkrebs erkrankt sind, sieht die Situation natürlich anders aus.

Ihr Terminkalender ist voll. Trotzdem engagieren Sie sich immer wieder für Wohltätigkeitsorganisationen.
Ja. Ich erhalte immer wieder viele Charity-Anfragen. Die häufigsten kamen im Amtsjahr 2009. Unter anderem habe ich mich für das SOS-Kinderdorf in Kapswtadt engagiert, das ich immer noch unterstütze. Ich finde generell, dass so genannte Charity-Events, wenn sie seriös vorbereitet werden, eine gute Sache sind. Momentan beschäftige ich mich zudem mit einem TV-Projekt.

Damit möchte ich kranken oder behinderten Menschen und natürlich vor allem Kindern und Jugendlichen, die von einer Krankheit betroffen sind, eine Freude bereiten und ihnen einen glücklichen Tag schenken. Ich engagiere mich sehr gerne, wenn durch meinen Prominentenstatus mehr Aufmerksamkeit generiert wird. Jetzt sind wir daran, ein Konzept für die Sendung auszuarbeiten. Später planen wir eine Pilotsendung. Mehr möchte ich im Moment nicht verraten.

Haben Sie selber privat auch schon Erfahrungen mit einer Krebserkrankung gemacht?
Ich selber bin bis jetzt glücklicherweise davon nicht betroffen. Ich habe eine grosse Verwandtschaft und kenne mehrere Menschen im engeren Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis, die an Krebs erkrankt sind. Bei einigen hat sich der Tumor nach den Behandlungen zurückgebildet, bei anderen ist der Krebs immer wieder zurückgekommen. Leider sind auch harte Schicksalsschläge passiert, wenn ich jemanden wegen einer Krebserkrankung verloren habe. Das sind Ereignisse, die man dann so gut wie möglich zu verarbeiten wer sucht.

Was raten Sie Menschen, die von einer Krebserkrankung betroffen sind?
Ich denke, dass es ganz wichtig ist, offen und ehrlich im engsten Familien- und Freundeskreis darüber zu sprechen. Gleichzeitig finde ich es wichtig, dass man trotz der Krankheit versucht, ein einigermassen zufriedenes Leben zu führen. Glaube und Hoffnung geben einem nämlich wieder neue Kraft. Ich selber zum Beispiel bin grundsätzlich ein positiv denkender Mensch.

Ich würde immer an mich gauben und hoffen, dass alles gut kommt. Auch wenn ich weiss, dass es nicht in meiner Hand liegt, die Krankheit grundsätzlich zu beeinflussen. Ganz wichtig finde ich auch, dass man in einer solchen Situation das Zusammensein mit seiner Familie zu geniessen versucht und auch einmal etwas unternimmt, von dem man schon lange geträumt hat.

Wie sorgen Sie selber für Ihre eigene Gesundheit?
Ich bin von meinen Eltern sehr gesund erzogen worden. Schon als Kind habe ich mich viel bewegt oder eben bewegen müssen. Wandern, Joggen und Schwimmen stehen auch heute regelmässig auf meinem Programm. Zudem achte ich auf eine ausgewogene Ernährung, auch wenn das in meinem Job manchmal nicht ganz einfach ist. Grundsätzlich esse ich aber eigentlich alles, selbstverständlich in Massen. Was die Gesundheit betrifft, sind meine Eltern nach wie vor das beste Vorbild für mich.

Sie sind jung, gesund und stehen mitten im Leben: Machen Sie sich manchmal auch Gedanken darüber, wie Ihr Leben im Alter aussehen könnte?
Nein, im Moment nicht gross. Aber natürlich möchte ich lang gesund und glücklich leben. Ich beschäftige mich zur Zeit lieber mit dem Gedanken, wie mein Leben in fünf oder zehn Jahren aussehen könnte. Da sind natürlich eine eigene Familie und Kinder auch ein Thema.