Hepatitis B ist eine infektiöse Leberentzündung, die durch das Hepatitis-B-Virus ausgelöst wird. «Hepatitis B wird durch den Kontakt mit Körperflüssigkeiten (insbesondere Blut und Genitalsekreten) infizierter Personen übertragen, und zwar beim gemeinsamen Gebrauch von Injektionsspritzen – Stichwort Drogenkonsum – und beim Geschlechtsverkehr.

Zudem können infizierte Mütter die Krankheit während der Geburt auf ihr Kind übertragen», sagt Virginie Massere Sektionsleiterin Impfprogramme und Bekämpfungsmassnahmen in der Abteilung Übertragbare Krankheiten des Bundesamts für Gesundheit (BAG).

Unspezifische Symptome

Das Tückische an einer Hepatitis-B-Infektion ist, dass sie bei rund einem Drittel der Betroffenen ohne Symptome verläuft. «Treten Symptome auf, können auch diese sehr unspezifisch und unterschiedlich in ihrer Ausprägung sein», so Masserey.

Zu möglichen Symptomen zählen Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, bisweilen auch Gelenkschmerzen, Fieber oder Gelbsucht. In den meisten Fällen heilt eine Hepatitis B spontan vollständig aus. Bei einigen Personen entwickelt sich jedoch eine chronische Hepatitis B - und diese kann zu einer Leberzirrhose oder zu Leberkrebs führen.

«Von 100 Menschen, die eine chronische Hepatitis B haben, entwickeln rund 20 eine Zirrhose oder Leberkrebs. Begünstigende Faktoren sind zudem Alkohol- und Tabakkonsum sowie ein höheres Lebensalter.» Eine chronische Infektion kann mit antiretroviralen Medikamenten therapiert werden.

Vorbeugen durch Impfung

«Um eine Ansteckung mit dem Hepatitis-B-Virus zu verhindern, wird eine Impfung für alle Jugendlichen zwischen dem 11. und 15. Lebensjahr und für bestimmte Risikogruppen empfohlen, z. B. für Beschäftigte im Gesundheitswesen und Drogenkonsumenten», so Virginie Masserey. Impfen lassen könne man sich aber in jedem Alter. Die Impfung sei gut verträglich und habe nur wenige, nicht schwere Nebenwirkungen.