Fakten und Zahlen

Lungenkrebs betrifft meist Menschen, die 50 Jahre oder älter sind. Am häufigsten wird die Krankheit zwischen dem 55. und 60. Lebensjahr diagnostiziert. Männer erkranken häufiger als Frauen, wobei diese am Aufholen sind. Beim Mann ist die Sterblichkeit an Lungenkrebs in der Beobachtungsperiode 2005 bis 2007 im Vergleich zur Periode 1998 bis 2002 um 8 Prozent zurückgegangen. Trotzdem ist der Lungenkrebs beim Mann weiterhin die häufigste krebsbedingte Todesursache. Bei der Frau hat der Lungenkrebs im Vergleich der beiden Beobachtungsperioden um 16 Prozent zugenommen: weil mehr Frauen rauchen und vor allem früher mit dem Rauchen beginnen.

Rauchen ist vor mangelnder Bewegung und ungesunder Ernährung der grösste Risikofaktor für chronische Krankheiten wie Herzerkrankungen, chronische Atemwegserkrankungen und Krebs. Jährlich sterben in der Schweiz 9000 Personen und weltweit 5 Millionen Menschen frühzeitig an den Folgen des Tabakkonsums.

«Besonders stark betroffen sind die Atemwege und das Herz-Kreislaufsystem. Zudem verursacht Rauchen Lungenkrebs und ist die bedeutendste Ursache für die Entwicklung der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease)», sagt Claudia Künzli, Projektleiterin Prävention von der Lungenliga Schweiz.

COPD und Lungenkrebs als Folgen

Rund 20 Prozent aller Rauchenden erkranken an COPD und 85 Prozent der bösartigen Lungentumore werden durch Tabakrauch verursacht. Daneben kann das Rauchen aber auch zahlreiche weitere Krebsarten begünstigen und die Augen, die Zähne, den Verdauungstrakt und das Skelett schädigen sowie zu Impotenz und Unfruchtbarkeit führen.

Es lohnt sich also, mit dem Rauchen aufzuhören. Das Gute daran: Ein Rauchstopp wirkt sich sofort positiv auf die Gesundheit aus. «Bereits nach 24 Stunden verringert sich das Herzinfarktrisiko, ein Jahr später ist das Risiko von Erkrankungen der Herzgefässe halb so gross wie bei Rauchenden. Das Lungenkrebsrisiko sinkt innerhalb der nächsten 15 Lebensjahre um 90 Prozent!», so Künzli.

Studien haben gezeigt, dass Rauchende, die vor dem 35. Lebensjahr von der Zigarette loskommen, sogar die gleiche Lebenserwartung haben wie Nichtrauchende.

Prävention ist zentral

Tabakprävention ist wichtiger denn je. «Seit einigen Jahren stagnieren die Zahlen der Rauchenden in der Schweiz. Deshalb ist es wichtig, dass man bereits bei Jugendlichen Prävention betreibt, um den Einstieg in den Tabakkonsum zu verhindern.» Dabei gibt es verschiedene Massnahmen. «Dazu gehören etwa Werbeeinschränkungen für Tabakprodukte.

Zudem müssen die Abgabeeinschränkungen an Jugendliche verschärft werden. Auch eine Preiserhöhung der Zigaretten trägt nachweislich zur Prävention von Rauchen bei», sagt Claudia Künzli abschliessend.